Wenn von einer Städtereise die Rede ist, werden oft Metropolen wie Paris, London, Berlin, Wien, Barcelona und viele weitere europäische Städte erwähnt, es gibt aber auch außerhalb Europas viele interessante Städte. Eine Städtereise wie nach Delhi ist aber für einen Kurztrip nicht mehr geeignet, eine Woche sollte man schon mindestens dafür einplanen, damit das ganze einen Sinn macht. Die Kosten für ein Visum Indien schreckt den ein oder anderen ab, so eine Reise zu unternehmen. Andererseits so eine besondere Städtereise mach man auch nicht alle Tage, jeden dem Sie davon erzählen wird fasziniert sein. Man kennt das zu Teil vom Fernsehen, was in so einer Großstadt in Asien los ist, man kann das mit europäischen Großstädten einfach nicht vergleichen! Delhi ist lebendig, beeindruckend und eine rasante Stadt. Die Sehenswürdigkeiten und die angrenzende Umgebung ist dann oftmals ein Ruhepool.

Das Bild zeigt eine chaotische Straße in Delhi mit Straßenverkäufern und vielen Menschen
Nicht überall in Delhi ist es so chaotisch wie auf diesem Bild – Bild von Rhiannon auf Pixabay

Reisebuchung und Anreise nach Delhi

Direkte Flugverbindungen vom deutschsprachigen Raum nach Delhi gibt es in der Regel nicht. Die meisten Verbindungen enthalten einmal umsteigen. Je nach Verbindung muss man mit einer Anreisezeit zwischen 10 und 14 Stunden rechnen. Am sinnvollsten ist es per Pauschalreise nach Delhi zu reisen, dann hat man einen Ansprechpartner vor Ort, sollte was unklar sein. Die Hotels, welche über Reiseveranstalter in Delhi angeboten werden, sind zudem relativ gut. Wir bieten über unser online Reisebüro sowohl Pauschalreisen als auch Einzelbuchungen nach Delhi an. Denken Sie bei der Einreise an das Visum Indien, das werden Sie benötigen.

Geldwechsel in Delhi und allgemein Indien

Beim Geld tauschen von Euros in Rupien und beim Mitnehmen von Bargeld nach Indien, ist einiges unbedingt zu beachten:

  • Geld nach Delhi mitnehmen: In Deutschland ist es nicht möglich, die indische Landeswährung Rupien zu beziehen. Es ist verboten, indische Rupien ein- oder auszuführen. In Indien besteht eine Deklarationspflicht auch für Reiseschecks. Devisen (Fremdwährung), die umgerechnet 5.000 US Dollar überschreiten, sind anmeldepflichtig.

  • Geld in Delhi wechseln: Seine Euros kann man in Wechselstuben und Banken in Rupien tauschen. Die Öffnungszeiten der Banken sind kurz gehalten (10 bis 12 Uhr oder höchstens bis 14 Uhr). Der internationale Flughafen Indira Gandhi in Delhi verfügt über Wechselstuben, sodass man die ersten Euros in Rupien umtauschen kann. Es ist ratsam, den aktuellen Kurs vor Abflug in Deutschland zu kontrollieren. Die Wechselstuben am Flughafen bieten oftmals keinen günstigen Kurs an.

  • Geld in Delhi vom Bankomat abheben: In den Banken und an den Wechselstuben kann es durchaus zu längeren Schlangen kommen. Es ist möglich an den Bankautomaten Geld mit EC (Maestro-Card), Visa oder Mastercard zu beziehen. Die Höhe der Gebühren liegen zwischen fünf und zehn Euro. In Deutschland werden beschädigte und zerknitterte Geldscheine angenommen. In Indien hingegen abgelehnt. Es ist ratsam die Geldscheine in Deutschland zu kontrollieren und notfalls bei der Hausbank wechseln lassen.

  • Unbedingt zu beachten: Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist es in Indien ratsam, die Auszahlungsquittung sorgsam im Geldbeutel aufzubewahren. Rücktausch von Rupien ist nur mit diesem Beleg möglich. Es kommt durchaus vor, dass ein Restaurant diesen Beleg sehen möchte, bevor sie die Landeswährung als Zahlungsmittel annehmen!

Essen in Delhi was erwarte mich

Die indische Küche serviert Fisch- und Fleischgerichte sowie Vegetarisches. Die Inder, wie auch in Delhi beliebt, bevorzugen die Schärfe. Zum Kochen wird Kari genutzt, es handelt sich hier nicht um das klassische Curry. Dieses ist sogar Exportware. Kari ist eine Sauce, welche aus Gemüse und mit diversen Gewürzen abgeschmeckt wird. Eine Grundlage für viele Speisen. Die Köche in den Restaurants nutzen ihre eigenen Kreationen und sie schmeckt jedes Mal anders.

Ein Mann hält eine Einwegschale mit Straßenessen aus Delhi in der Hand
Mit Straßenessen solte man vorsichtig sein – Bild von photos_pixels auf Pixabay

Die Inder essen Ihr Naan-Brot mit der rechten Hand. Es wird mit einer Reis-Curry-Mischung befüllt. Die linke Hand ist unrein und gehört beim Essen unter den Tisch. Die linke Hand wird sozusagen für alles unterhalb der Gürtellinie benutzt. In Delhi gibt es viele Restaurants, welche auf westliche Touristen eingestellt sind. Es wird Besteck zum Essen gereicht. Wenn Sie sich also nicht auf zu große Experimente einlassen wollen, sollte dies kein Problem sein. In Delhi gibt es zahlreiche Restaurants in der Altstadt, für Low-Budget und höherpreisige schöne Restaurants. Reisgerichte in vielen Variationen sind beliebt. Bei den ganzen Ständen, wo günstiges Essen angeboten wird, sollte man als Europäer vorsichtig sein! Die Hygienestandards sind nicht so wie bei uns in Europa. Wer da also etwas empfindlich ist, sollte sich eher Richtung Restaurants bewegen, die auf westliche Besucher eingestellt sind.

Das bunte faszinierende Delhi bietet einige Sehenswürdigkeiten die zu empfehlen sind

  • Moschee Jama Masjid: Die größte Moschee Indiens, das beeindruckende Jama Masjid sollte auf der To-do-Liste ganz vorne stehen. Die Moschee befindet sich in der Altstadt Delhis auch „Old Delhi“ genannt. Die Altstadt ist quasi sowieso, ein Pflichtbesuch, an dem kein Tourist vorbeikommt.

Das Bild zeigt die Moschee Jama Masjid
Jama Masjid Moschee – Bild von jusch auf Pixabay


  • Regierungsviertel: In Old Delhi befindet sich auch die alte Prachtstraße Chandni Chowk im Regierungsviertel. Eigentlich nur eine große Hauptstraße wo wichtige Paraden stattfinden, aber wer in Architektur interessiert ist, kann hier ein paar schöne Fotos machen. Der 24 Stunden lange geöffnete Sikh-Tempel lohnt sich für einen Abstecher.

  • Raj Ghat: Das Raj Ghat ist eine Gedenkstätte zu Ehren von Mahatma Ghandi und besitzt einen ganz eigenen Zauber. Wer noch tiefer in die Geschichte Ghandis eintauchen möchte, sollte
    das Ghandi Smirti Museum besuchen. In diesem Haus verbrachte Ghandi die letzten Monate seines Leben.


  • Rote Fort: Das Rote Fort, ist eine beeindruckende Palast- und Festungsanlage aus rotem Sandstein.

Das Bild zeigt die Rote Fort Festung
Rote Fort – Bild von prajapatiharsh auf Pixabay


    • Lotus Temple: Im Südosten befindet sich ein außergewöhnlicher Bahai Tempel in der Form einer Lotusblüte. Umgeben von einer sehr gepflegten und ruhigen Gartenanlage, was ein schöner Ausgleich zu den lebendigen Straßen von Delhi ist.

Das Bild zeigt den Lotus Temple
Lotus Tempel – Bild von rich998 auf Pixabay


  • Rashtrapati Bhavan: Das Präsidentenviertel mit dem Präsidentenpalast Rashtrapati Bhavan ist einen Besuch Wert. Er ist umgeben von einem großen Garten. Am Abend picknicken die Einheimischen gerne in der Anlage.

Einkaufen und Shopping in Delhi

Einkaufszentren und Malls gibt es in Delhi genauso wie bei uns, aber für Touristen sind wohl die vielen Märkte interessanter. Markenkleidung ist in den Malls zudem nicht wirklich günstiger wie in Europa. Auf den Märkten darf in Delhi gefeilscht werden, das ist gang und gäbe. Es werden Gewürze wie Nelken, Zimt und Weihrauch angeboten. Wunderschöne Stoffe aus Seide und anderen Materialien in prachtvollen Farben werden präsentiert. Ein Sari (indisches Kleid) kann günstig gekauft werden. Die Auswahl ist riesengroß, jedoch ist es anstrengend in Ruhe die Waren anzuschauen. Die Händler bedrängen und jeder möchte seine Wahre verkaufen.

Ein Händler sitzt auf einer Straße von Delhi, mit einigen Säcken von verschiedenen Gewürzen, um Sie zu verkaufen.
Gewürze werden auf Delhis Straßen überall verkauft – Bild von Nydegger auf Pixabay

Viel selbst gemachtes Kunstgewerbe, Bronzearbeiten, und weitere Figuren aus Keramik, Messung und Bronze werden angepriesen. Aufpassen, dass keine Ware gekauft wird, die über 100 Jahre alt sind. Hierfür gibt es Ausfuhrbestimmungen. Die Handhabung mit diesem Papier ist sehr kompliziert, sodass es besser ist, Abstand zu nehmen. Ansonsten gibt es äußerst kostengünstig Souvenirs aller Art, auf den Märkten zu kaufen.

Absolute No-Gos in Delhi, was man unbedingt beachten sollte

Bitte nicht selbst Auto fahren! Wir Europäer sind dies nicht gewohnt. Es herrscht zudem Linksverkehr. Die Kuh ist nach wie vor heilig und hat absoluten Vorrang. Kühe gibt es viele und diese haben Zeit.


Wie bereits erwähnt, aufpassen beim Essen! Die Straßenküche sollte man eher meiden. Europäische Mägen vertragen dies oft nicht und Sie wollen bestimmt nicht, im nächstgelegenen Krankenhaus einen Besuch abstatten. Die Currys der Straßenköche sind oft mehrmals aufgewärmt und Fisch und Fleisch liegen stundenlang offen herum und das Ungeziefer erfreut sich dem Genuss. Sie sollten Restaurants bevorzugen. Haben Sie ein Hotel über einen Reiseveranstalter gebucht, können Sie am Abend natürlich auch dort Speisen. Diese Hotels sind auf Gäste aus dem Westen eingestellt und vorbereitet, dort sollte man sich auf die Qualität verlassen können. Es versteht sich von selbst, dass kein Wasser aus dem Hahn getrunken wird und zum Zähneputzen gekauftes stilles Wasser verwendet wird. Außergewöhnliche Reisen bedeuten oft auch außergewöhnliche Maßnahmen!


Als europäische Frau ist es ratsam, sich angemessen zu kleiden. Schultern bedecken und keine kurzen Shorts. Die Moscheen erwarten, dass man sich entsprechend der Gepflogenheiten in Indien kleidet, bevor die Moschee betreten wird. Das knappe Top mit Hotpants ist unpassend und für die Inder respektlos!


Kein Geld an bettelnde Kinder verteilen. Wie in Deutschland oft zu sehen ist, gibt es hier entsprechende Hintermänner und die Kinder erhalten von dem gespendeten Geld nichts. Es ist sinnvoller Organisationen vor Ort das Geld zu geben, die es direkt weitergeben, wo es benötigt wird. Eine Kinderpatenschaft ist ebenso ratsam.


Rauchen und Alkohol trinken in der Öffentlichkeit ist in Delhi, wie ansonsten in Indien, nicht gerne gesehen und sehr unpassend. Wenige Restaurants sind im Besitz einer Lizenz, welche den Alkoholausschank erlaubt. Generell ist zu empfehlen, im Delhi drauf zu verzichten. Es ist sehr schwül und warm. Bekannterweise wird Alkohol in der Wärme nicht so gut vertragen und ein angetrunkener Europäer erntet leicht Verachtung.


In Delhi nicht zu vertrauensvoll sein. Es gibt nichts umsonst. Die indische Bevölkerung lehnt es ab, ohne gefragt zu werden, fotografiert zu werden. Über Politik und Sex sollte nicht gesprochen werden. Ebenso sollten Berührungen, wie Zärtlichkeiten, zwischen den Geschlechter in der Öffentlichkeit vermieden werden.

Fazit: Delhi kann man mit einer europäischen Städtereise nicht vergleichen. Auch wenn es einiges zu beachten gibt, ist es ein außergewöhnliches Erlebnis. Dem Chaos auf den Straßen Delhis stehen schöne große Parks gegenüber, wo man auch mal die Ruhe genießen kann. Wer Architektur interessiert ist, wird begeistert sein, von den großen tollen Bauten.

Empfehlung für eine Städtereise – Delhi in Indien
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