Peru – wer denkt da nicht gleich an die Inka, an die Ruinen von Machu Picchu und an Cuzco mit den Überresten jener gigantischer Bauten, in denen einst große Felsblöcke mit unfassbarer Präzision zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt wurden? Doch Peru ist viel mehr als dies und der Name des drittgrößten Landes Südamerikas ist so etwas wie ein Programm, denn er stammt aus der indianischen Sprache „Quechua“ und bedeutet so viel wie „Üppigkeit“. Peru ist üppig an Zeugnissen präkolumbischer Hochkulturen, die jeden Teilnehmer einer Peru Rundreise sprachlos machen. Peru – das ist neben der reichen und wechselvollen Geschichte aber auch die Schönheit des Rio-Abiseo-Nationalparks mit seiner Pflanzen- und Tierwelt. Wer eine Peru Rundreise bucht, den erwarten völlig unterschiedliche Eindrücke eines Landes, das zwischen Kolonialzeit und der Unabhängigkeit über Jahrhunderte gelitten hat. Dies ist aber auch die Begegnung mit einer Geschichte, die viele Rätsel hinterließ, denn Aufstieg und Zerstörung des einstigen Sonnenreiches der Inka verschwinden noch immer hinter einem geheimnisvollen Schleier. Nur eines ist Wissenschaftlern und Historikern nicht verborgen geblieben: Im Jahr 1532 herrschten die Inka über das größte Territorium Amerikas. Es reichte von Cuzco, dem heiligen Bezirk und der Hauptstadt des Volkes, bis in den Süden Kolumbiens und in den Nordwesten Argentiniens.

Mit den spanischen Eroberern endete eine der prächtigsten Epochen des frühen Mittelalters, doch geblieben sind beeindruckende Überreste dieser Zeit. Zum Welterbe der UNESCO zählen unter anderem die Inkafestung Machu Picchu, die den unerbittlichen Konquistadoren unter Pizarro verborgen blieb und erst im Jahre 1911 im Urwald entdeckt wurde. Die Stadtanlage auf einem Felsen in fast 2500 Metern Höhe fasziniert mit ihren Palästen, Tempeln und den unendlich vielen künstlichen Terrassen jeden Besucher. Machu Picchu, die perfekte Harmonie zwischen Topographie und Architektur, wird tagtäglich von vielen Touristen besucht, doch so mancher bestaunt nur das Oberflächliche und befasst sich weniger mit der Historie dieses außergewöhnlichen Ortes.

Prozession in Peru

Wer zur Seele des Landes und der geheimnisumwobenen Inka vordringen möchte, um sich ein Bild davon zu machen, wie Peru seine Geschichte verlor, der sollte sich einer geführten Kleingruppenreise anschließen. Das Unternehmen Inkatrotter.com begleitet seine Gäste zu den architektonischen und landschaftlichen Höhepunkten Perus. Zum Angebot zählt unter anderem eine spektakuläre Bahnfahrt von Lima nach Huancayo, eine Tour abseits der ausgetretenen touristischen Pfade von Ayacucho, eine Übernachtung bei einer Familie auf dem Titicaca See und natürlich der Besuch der historischen Stätten von Macchu Piccu. Inkatrotter.com freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen von Reisenden, die vor allem die Kompetenz ihrer Reiseführer loben und eine Organisation, die als „exzellent“ beschrieben wird. „Kulturelle Informationen und Erlebnisse waren mit Wanderungen und Natureindrücken in ausgewogenem Gleichgewicht“, heißt es in einem der Dankesschreiben an Inkatrotter.com.

Ein Erlebnis der besonderen Art ist in Peru die Bahnfahrt durch die wilde Berglandschaft der Anden. Einst war dies die höchste Bahnstrecke der Welt – mit dem Ticlio Pass in 4800 Metern Höhe. Zu den sehenswerten Schätzen der Inka-Kultur gehört selbstverständlich auch Cuzco am Zusammenfluss von Chunchullmayo, Tullumayo und Huatanay. Nach der Einnahme durch die spanischen Eroberer wurden die religiösen Bauten der Inka abgerissen und durch christliche Klöster und Kirchen ersetzt. Sie fielen zum größten Teil im Jahr 1950 einem Erdbeben zum Opfer. Dafür öffnete dieses Naturereignis wieder den Blick auf die Zeugnisse der alten Hochkultur.

Zahlreiche kolonialzeitliche Bauten aus weißem Tuff sind im historischen Zentrum von Arequipa erhalten. Noch immer rätselhaft sind in Peru die Scharrbilder in der Wüste bei Nazca. Sie wurden vor neunzig Jahren entdeckt, als die Region erstmals überflogen wurde und sich Passagiere über die kilometerlangen Figuren wunderten. Die Pyramidenstadt Cahuáchi, unweit von Nazca, soll einst ein geistig-religiöses Zentrum gewesen sein. Womöglich ist dies eine Erklärung für die Bilder von Nazca.

Strassenhändlerin in Peru

Der einst üppige peruanische Regenwald ist im Laufe der Jahrhunderte stark geschrumpft. Seine Überreste sind im Nationalpark Manú, zwei Autostunden nördlich von Cuzco, zu besichtigen. Die peruanische Hauptstadt Lima wurde der Überlieferung nach am Dreikönigstag des Jahres 1535 gegründet. Der spanische Eroberer nannte Lima „Ciudad de los Reyes“ – die „Stadt der Könige“. Kaum jemand kann heute sagen, wie viele Menschen in Lima wohnen – in der gesamten Region dürften es einschließlich der Hafenstadt Callao über acht Millionen sein. Mit nicht weniger als 13 Universitäten ist Lima das kulturelle und geistige Zentrum des sehenswerten Landes zwischen den Anden und der 2300 Kilometer langen Küste des Pazifiks.

Peru – Zeugnis und Vermächtnis der Inka
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