Corona hat die ganze Welt in ein Chaos geworfen oder vielmehr die unterschiedlichsten Regelungen und Handhabungen, die das Virus eindämmen sollen. Auch in Deutschland gibt es bei dieser Entwicklung immer wieder neue Stufen. Das Reisen wird den Bürgern mittlerweile massiv erschwert, es gibt sogar Gruppen, die meinen, in dieser Zeit sollten/dürften wir gar nicht mehr ins Ausland reisen.

Dabei zeigt sich aber auch ein anderes Bild. Das Virus scheint längst unter Kontrolle zu sein. Zwar gibt es immer mal wieder Zahlenspielerleien, die einen Anstieg darlegen sollen, doch die Werte sind im Gegensatz zu März/April 2020 immer noch auf Tiefstständen, gleichzeitig gibt es kaum noch ernsthafte Komplikationen. Das hat vermutlich weniger mit den Hygieneauflagen zu tun, als vielmehr mit der Entwicklung. Das Virus scheint sich deutlich abgeschwächt zu haben. Im Grunde eine ideale Voraussetzung, um Reisen nachzuholen, wären da nicht die lästigen Reisewarnungen.

Eine Weltkarte mit Covid 19 eingestempelt
Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Was Reisewarnungen bedeuten können

In den Medien werden Urlauber, die in Risikogebiete reisen, oft zerrissen. Die Forderungen, dass sie die Kosten für Tests selber bezahlen sollen, kamen schon vor einigen Wochen auf. Dabei wird häufig vergessen, dass sich die Risikogebiete nicht innerhalb von Wochen ergeben, sondern einfach über Nacht. Ob dabei politische Hintergründe (siehe Türkeiwarnungen) eine Rolle spielen, sei dahingestellt. Wer heute in ein sicheres Land reist, kann morgen bereits mit einer Risikowarnung aufwachen und sich als verantwortungsloser Mensch wiederfinden. Auch das ist die neue Realität. Doch was bedeutet eine solche Reisewarnung eigentlich?

Die Folgen einer Reisewarung

Zunächst haben Reisewarnungen (sofern sich der Urlauber bereits in dem jeweiligen Land befindet), keine Auswirkungen. Meistens sind die Voraussetzungen vor Ort so gut und sicher, dass keine Bedenken bestehen, den Urlaub weiter fortzusetzen.

Schwierig wird es allerdings bei der Heimreise. Denn das neue Gesetz sieht vor, das sich Personen aus Risikoländern in Quarantäne begegnen müssen. Selbst wenn zu Beginn der Reise noch keine Warnung vorlag. Was zählt ist der Rückreisetag. Ein Test kann zwar frühzeitig erfolgen, dieser kann die Quarantänezeit aber nur bedingt beenden. Das Problem sind die anfallenden Kosten. Wer sich in Quarantäne befindet, weil er aus einem Risikoland zurückkehrte, kann mittlerweile keine Lohnfortzahlung in Anspruch nehmen.

Ein Quarantäne Schild aufgehängt auf einem Stacheldratzaun.
Bild von Alexey Hulsov auf Pixabay

Rechtlich gibt es aber Unterschiede. Kann der Arbeitnehmer beispielsweise nachweisen, dass sich das Urlaubsland zuvor nicht in einem Risikogebiet befand, kann unter Umständen ein Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber gerechtfertigt sein. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich schwierig, vielfach muss zur Durchsetzung ein Anwalt eingeschaltet werden.

Immer über die aktuelle Lage informieren

Wer in den Urlaub fährt, das gilt nicht nur für Reisen außerhalb der Landesgrenzen, sollte sich mittlerweile regelmäßig informieren. Jederzeit kann ein Land mit einem Risikostatus versehen werden. Passiert dieses nachträglich und der Urlauber befindet sich also schon im Land, sollte das gut dokumentiert werden, um Lohnfortzahlungen später besser einklagen zu können.

Ob zusätzlich eine sogenannte Corona Warn-App erforderlich ist, muss jeder selbst entscheiden. Google und Apple haben diese mittlerweile in ihren Betriebssystemen eingebaut. Dabei kommt es auch auf das Smartphone an. Das perfekte Reisehandy sollte nicht nur über die aktuelle Betriebssystemversion verfügen, sondern auch über einen langhaltenden Akku. Auch sollte die Datennutzung im Ausland im Vertrag enthalten sein. Meistens besteht diese Option gegen einen einmaligen Aufpreis (Aktivierung für zwei Wochen/einen Monat). Diese Punkte sollten bereits vor der Abreise beachtet werden.

Ein Smartphone in der Hand mit der Corona-Warn-App und davor das Meer
Bild von iXimus auf Pixabay

Auf die Quellen der Informationen achten

Wer in die deutschen Medien schaut, schlägt manchmal die Hände vor dem Kopf zusammen. Was dort berichtet wird, ist oft reinstes Chaos. Sowohl in den Privaten als auch in den Öffentlichen Medien. Daher sollte sicherheitshalber der Blick (täglich) auf das Auswärtige Amt fallen, dort werden Reiseinformationen und Warnungen täglich mehrfach aktualisiert.

Zu finden hier: auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Vor Ort Maßnahmen befolgen

Ansonsten gilt, dass die Maßnahmen vor Ort unbedingt beachtet werden sollten. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Behörden einen besonderen Blick auf Touristen werfen, wenn es um Bußgelder geht. Aus diesem Grunde sollte täglich ein Blick (ebenfalls über das Auswärtige Amt) über eine Veränderung der Situation erfolgen. Eine Maskenpflicht kann zum Beispiel ohne lange Vorlaufzeiten ausgedehnt werden. Für Reisende besteht daher die Pflicht, sich regelmäßig zu informieren.

Eine Frau mit einer schwarzen Mundschutz Maske
Bild von Ben Kerckx auf Pixabay

Gelassenheit

Dennoch deutet vieles darauf hin, dass sich die Situation seit einiger Zeit beruhigt hat. Wer Reisen möchte, sollte das mit einer Gelassenheit machen und den Urlaub vor Ort genießen. Es ist damit zu rechnen, dass die gesetzlichen Auflagen noch einige Jahre weiter bestehen bleiben, wenn sie denn überhaupt wieder zur Normalität finden.

Was ich bei Corona-Zeiten beim Reisen beachten muss

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